Diese 3 BBL-Youngster könnten die nächsten NBA-Prospects werden

Jack Kayil hat es vorgemacht: Der Weg von der BBL direkt in die NBA ist möglich. Doch wer könnte der Nächste sein? Wir stellen drei junge Talente vor, die in dieser Saison besonders spannend werden könnten.

HOB-Redaktion

23. September 2026

Die BBL als Sprungbrett

 

Die easyCredit BBL ist längst nicht mehr nur eine Liga für etablierte Profis. Immer wieder nutzen junge Spieler die Bundesliga als Sprungbrett für ihre Karriere. Jack Kayil hat das zuletzt eindrucksvoll gezeigt: Der Berliner wurde 2026 im NBA-Draft ausgewählt und hat damit bewiesen, dass europäische Talente auch direkt aus der BBL den Sprung schaffen können.

Doch welche Youngster sollte man in dieser Saison besonders im Auge behalten?

 

Meissa Faye: Das Ulmer Athletik-Paket

 

18 Jahre, 2,00 Meter, ratiopharm Ulm.

Meissa Faye ist einer der jüngsten Spieler auf unserer Liste – und genau das macht ihn so interessant. Der Franzose spielt seit 2025 für ratiopharm Ulm und verbrachte die vergangene Saison noch überwiegend im Farmteam. Dort konnte der athletische Wing bereits sein offensives Potenzial zeigen. In einem ProB-Spiel kam Faye auf 30 Punkte und machte damit deutlich, dass er auch gegen erwachsene Profis produzieren kann. Jetzt wartet die nächste Herausforderung: Faye gehört in dieser Saison fest zum BBL-Kader der Ulmer. Seine Kombination aus Größe, Athletik und Alter macht ihn zu einem spannenden Entwicklungsprojekt. Sollte es ihm gelingen, seine Fähigkeiten auch auf BBL-Niveau konstant abzurufen, könnte sein Name in den kommenden Jahren auch international interessanter werden.

 

Jamie Edoka: Deutschlands nächster Youngster?

 

18 Jahre, Frankfurt, Shooting Guard.

Auch bei den SKYLINERS Frankfurt wächst ein interessantes deutsches Talent heran. Jamie Edoka ist gerade einmal 18 Jahre alt, hat aber bereits erste Erfahrungen in der BBL gesammelt. Seinen bislang größten Erfolg feierte Edoka mit der deutschen U18-Nationalmannschaft. Beim Albert-Schweitzer-Turnier gewann Deutschland den Titel – und Edoka wurde anschließend sogar zum MVP des Turniers gewählt. Auch im Frankfurter Profiteam durfte der Guard bereits Bundesliga-Luft schnuppern. Zehn BBL-Einsätze stehen mittlerweile auf seinem Konto. In der neuen Saison könnte nun der nächste Schritt folgen. Edoka soll seine Doppellizenz nutzen und weitere Erfahrung im Profibasketball sammeln. Gelingt es ihm, aus seinen ersten Bundesliga-Minuten eine größere Rolle zu entwickeln, dürfte seine Entwicklung besonders interessant zu beobachten sein.

Jamie Edoka trägt bei den SKYLINERS Frankfurt die Nummer null.  Auch auf dem Bild: Jemarl Baker Jr., Sience City Jena.

Julius Baumer: Schon BBL-erfahren

 

19 Jahre, MHP RIESEN Ludwigsburg.

Der dritte Name auf unserer Liste bringt bereits deutlich mehr Bundesliga-Erfahrung mit. Julius Baumer ist zwar erst 19 Jahre alt, kommt aber bereits auf 45 BBL-Einsätze. Damit hat der Ludwigsburger schon früh gelernt, sich gegen gestandene Profis zu behaupten. Nun soll bei den MHP RIESEN der nächste Entwicklungsschritt folgen. Der Vorteil gegenüber vielen anderen Talenten: Baumer kennt das Niveau der Bundesliga bereits. Jetzt geht es darum, seine Einsatzzeit und Verantwortung weiter zu steigern und sich dauerhaft als wichtiger Bestandteil einer BBL-Rotation zu etablieren. Sollte ihm dieser Schritt gelingen, könnte Baumer in den kommenden Jahren deutlich stärker in den Fokus rücken.

 

Drei Talente, drei unterschiedliche Wege

 

Faye, Edoka und Baumer stehen für drei unterschiedliche Entwicklungswege. Faye bringt als großer und athletischer Wing enormes körperliches Potenzial mit. Edoka hat als deutscher Guard bereits auf internationaler Nachwuchsebene für Aufsehen gesorgt. Und Baumer verfügt trotz seines jungen Alters schon über eine beachtliche BBL-Erfahrung. Ob einer von ihnen tatsächlich irgendwann den Sprung in die NBA schafft, lässt sich heute natürlich nicht vorhersagen. Der Weg dorthin ist lang und hängt von vielen Faktoren ab. Aber genau deshalb lohnt es sich, diese drei Namen jetzt schon auf dem Zettel zu haben. Vielleicht sehen wir in einigen Jahren einen von ihnen tatsächlich auf der größten Basketball-Bühne der Welt.

Autor: Nico-Finn Hoffmann | Stand der Daten: 21. September 2026 | Fotocredits: Bild 1: IMAGO/STEINSIEK.CH, Bild 2: IMAGO/Jan Huebner

HOB-Redaktion

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