Wizard mit Tanking-Geständnis
Bub Carrington hat offen eingeräumt, dass die Washington Wizards in der vergangenen Saison mit Blick auf den Draft gebremst wurden. Laut Sam Amick von The Athletic plant die NBA jedoch kein Disziplinarverfahren.
„Wir sind alle in gewisser Weise zurückgehalten worden, um AJ Dybantsa zu bekommen. Das ist kein Geheimnis“, sagte der 21-jährige Guard im Interview mit dem TV-Sender WUSA9. Der Plan ging auf. Mit 17 Siegen und 65 Niederlagen stellte Washington die zweitschwächste Bilanz der Klubgeschichte auf, gewann die Draft-Lotterie und wählte den landesweit besten College-Scorer an erster Stelle.
Brisant ist die Nachsicht der Liga, weil sie Utah und Indiana in der vergangenen Saison wegen auffälliger Kaderentscheidungen noch mit Geldstrafen belegt hatte. Ab dem Draft 2027 gilt zudem ein neues Lottery-System, das dem Tanking entgegenwirken soll. Die Wizards könnten damit zu den letzten Profiteuren des alten Modells gehören. Carrington blickt ohnehin nach vorn: Jetzt trage niemand mehr Handschellen, und mit Dybantsa, Young und Davis sei Washington ein Playoff-Team.
Vielversprechendes Giannis-Debüt
Giannis Antetokounmpo hat bei seinem Pre-Season-Einstand für die Miami Heat geglänzt – vor allem als Passgeber. Beim 129:105-Sieg gegen die Toronto Raptors kam der Grieche in 14 Minuten auf neun Punkte, vier Rebounds und sieben Assists und traf alle drei Würfe aus dem Feld. Toronto dagegen trat ohne ihren Star Kawhi Leonard an.
Wie fast die gesamte Starting Five und die wichtigsten Bankspieler agierte Antetokounmpo nur in der ersten Halbzeit, zur Pause führte Miami bereits mit 76:55.
Nach dem Spiel adelte Erik Spoelstra seinen neuen Leader: „So wie er mit Ball in der Hand spielt und dann diese Pässe spielt, da erinnert mich Giannis an einen großartigen Point Guard, der in den Achtzigern für Pat [Riley] gespielt hat.“ Gemeint ist natürlich Magic Johnson, der als einer der besten Aufbauspieler der NBA-Geschichte bekannt ist.
Fehlstart für Fiebich
Leonie Fiebich und die New York Liberty sind mit einer Niederlage ins Halbfinale der WNBA-Playoffs gestartet. Bei den Atlanta Dream unterlag der Champion von 2024 zum Auftakt der Best-of-five-Serie mit 82:92. Die deutsche Nationalspielerin kam auf neun Punkte, sieben Rebounds und drei Assists.
Entschieden wurde die Partie im dritten Viertel. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte gewann Atlanta den Abschnitt mit 32:15. Dabei musste Atlanta schon ab dem zweiten Viertel auf Allisha Gray verzichten, die mit einer Handverletzung ausschied.
Spiel Zwei findet in der Nacht zu Donnerstag dann erneut in Atlanta statt. Erst die dritte Partie, in der es bereits Do-or-Die heißen könnte, steigt in New York.
Duren will „Piston fürs Leben“ sein
Nach dem monatelangen Vertragspoker und der Einigung über fünf Jahre und 200 Millionen Dollar hat Jalen Duren erstmals öffentlich Stellung bezogen. Dabei gab der Big Man ein klares Bekenntnis zu Detroit ab. „Ich bin ein Detroit Piston und will ein Piston fürs Leben sein“, sagte der 22-Jährige am Sonntag auf seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der Free Agency. Berichte über ein zerrüttetes Verhältnis zum Klub wies der Center zurück.
Dass Detroit ihm den Maximalvertrag über 287 Millionen Dollar verweigerte, ist historisch ungewöhnlich. Laut Analyst Nate Duncan erhielten 34 der letzten 35 Spieler, die schon mit ihrem Rookie-Vertrag All-Star wurden, anschließend den Max-Deal.
EuroLeague auf Konfrontationskurs?
Die EuroLeague steuert offenbar auf einen Konkurrenzkampf mit der NBA zu. Am Dienstag kommen die 13 Gesellschafter am Comer See zusammen, um über die Erweiterung auf 24 Teams zur Saison 2027/28 abzustimmen. Das Angebot der NBA zur Zusammenarbeit mit NBA Europe steht dagegen nicht primär auf der Tagesordnung.
Brisant ist der Zeitpunkt: Die NBA will ihre europäische Liga ebenfalls zur Saison 2027/28 starten und hat dafür auch prominente EuroLeague-Vertreter eingeladen. Mittendrin steckt der FC Bayern. Die Münchner gehören zu den 13 Gesellschaftern, gelten aber zugleich als Interessent für NBA Europe. Sportchef Thorsten Leibenath warnte Ende September: „Es macht wenig Sinn, wenn zwei konkurrierende Ligen um Marktanteile in Europa kämpfen.“
Ein Schuh für Berlin
Franz und Moritz Wagner haben ihren ersten gemeinsamen Player-Exclusive-Schuh. Adidas widmet den Brüdern einen eigenen Colourway seines Modells Crazy Energy, den „Wagner Brothers 030“ PE. Der Player Exclusive kommt auch in den Handel und ist ab sofort in Deutschland für 110 Euro erhältlich.
„Dieser Schuh ist eine Hommage an unsere Wurzeln und an alle, die Teil unserer Reise waren“, resümiert Franz Wagner. Das spiegelt sich auch im Design wieder: Neben dem Berliner Bären und der Vorwahl 030 greift der Schuh das Blau-Gelb von ALBA Berlin auf, wo beide ihre Profikarriere begannen, ehe sie ans College in die USA wechselten.
Quelle: Yahoo Sports, Basketball-World.News, CBS Sports, Sport1, Eurosport, Basketnews, HoopsHype, Eurohoops, Adidas
Fotocredit: Getty Images

