LeBron verliert Sixers-Debüt gegen Moritz Wagner
LeBron James hat sein erstes Preseason-Spiel für die Philadelphia 76ers absolviert und musste dabei eine Niederlage hinnehmen. Gegen die Brooklyn Nets um den deutschen Weltmeister Moritz Wagner verloren die Sixers mit 108:114.
James stand in der Starting Five und kam in der ersten Halbzeit auf zehn Punkte, fünf Assists und vier Rebounds. Auffällig: Der 41-Jährige traf nur einen Wurf aus dem Feld, holte seine Punkte aber allesamt an der Freiwurflinie. Nach 18 Minuten war sein Arbeitstag bereits beendet.
Auf der Gegenseite kam Moritz Wagner ebenfalls zum Einsatz. Der Center und seine Nets konnten sich am Ende gegen die neu formierten Sixers durchsetzen. Neben James standen auch Jaylen Brown, Joel Embiid, Tyrese Maxey und Rookie VJ Edgecombe erstmals gemeinsam auf dem Parkett.
Für Philadelphia war es ein erster Test der neuen Starformation. Nach den Verpflichtungen von James und Brown gehören die Sixers zu den Teams mit großen Titelambitionen – müssen sich aber erst noch zusammenfinden.
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Fiebichs Liberty unter Druck: Atlanta fehlt noch ein Sieg
Für Leonie Fiebich und die New York Liberty wird die Titelverteidigung immer schwieriger. Nach zwei Niederlagen gegen die Atlanta Dream steht New York im Halbfinale der WNBA-Playoffs mit dem Rücken zur Wand. Atlanta gewann auch das zweite Spiel mit 101:98 nach Verlängerung und führt in der Best-of-five-Serie nun mit 2:0.
Fiebich kam im zweiten Spiel auf fünf Punkte und drei Rebounds. Damit blieb die deutsche Nationalspielerin offensiv eher unauffällig. Vor allem die Turnover bereiteten New York Probleme: Die Liberty leisteten sich 17 Ballverluste, aus denen Atlanta 28 Punkte erzielte. Trotz einer starken Trefferquote aus dem Feld reichte es deshalb nicht zum Sieg.
Dabei stemmte sich Breanna Stewart mit 35 Punkten gegen die Niederlage, auch Jonquel Jones überzeugte mit 21 Zählern. In der Verlängerung hatte New York zwischenzeitlich die Führung übernommen, konnte diese aber nicht ins Ziel bringen. Naz Hillmon brachte Atlanta mit einem Korbleger 20,8 Sekunden vor Schluss entscheidend in Führung.
Für Fiebich und die Liberty zählt jetzt nur noch ein Sieg. Spiel drei findet in der Nacht auf Samstag in New York statt. Eine Niederlage würde das Aus im Halbfinale bedeuten. Noch nie hat ein Team in der WNBA-Geschichte eine Best-of-five-Playoffserie nach einem 0:2-Rückstand gewonnen.
A’ja Wilson gewinnt fünften MVP-Titel
A’ja Wilson hat erneut WNBA-Geschichte geschrieben. Die Center-Spielerin der Las Vegas Aces ist zum fünften Mal als wertvollste Spielerin der Liga ausgezeichnet worden – so oft wie keine andere Spielerin zuvor. Gleichzeitig ist sie die erste Spielerin, die den MVP-Award drei Jahre in Folge gewinnt. Zuvor hatte sie die Auszeichnung bereits 2020, 2022, 2024 und 2025 erhalten.
Auch die Zahlen ihrer Saison sprechen für sich: Wilson erzielte im Schnitt 26,2 Punkte pro Spiel und führte damit zum dritten Mal in Folge die Liga als beste Scorerin an. Dazu kamen 9,4 Rebounds, 3,2 Assists, 1,9 Blocks und 1,4 Steals pro Partie. Bei der Abstimmung erhielt sie 65 von 74 möglichen Stimmen für Platz eins.
Auf Rang zwei landete die Rookie-Spielerin Olivia Miles von den Minnesota Lynx. Kelsey Mitchell von den Indiana Fever wurde Dritte, Caitlin Clark belegte Rang vier. Wilson baut damit ihre Ausnahmestellung in der WNBA weiter aus.
Für die Aces ist die individuelle Auszeichnung allerdings noch kein Grund zum Feiern: Im Halbfinale gegen die Golden State Valkyries liegt Las Vegas mit 0:2 zurück und steht vor dem Aus.
NBA Europe soll auch ohne EuroLeague starten
Die NBA lässt sich von der Absage der EuroLeague nicht von ihren Plänen für eine eigene europäische Basketballliga abbringen. Nachdem die EuroLeague-Klubs einen Vorschlag zur Zusammenarbeit mit NBA und Weltverband FIBA abgelehnt haben, bekräftigen die beiden Organisationen jetzt ihre Absicht, das Projekt trotzdem voranzutreiben.
In einer gemeinsamen Erklärung betonten NBA und FIBA, dass eine Zusammenarbeit mit der EuroLeague weiterhin möglich sei. Gemeinsam könne man das Potenzial des europäischen Basketballs besser ausschöpfen und ein stärkeres, nachhaltigeres System für Klubs, Spieler und Fans schaffen. Gleichzeitig machten beide Seiten deutlich, dass sie notfalls auch ohne die EuroLeague weitermachen wollen.
Der geplante Start von NBA Europe ist weiterhin für die Saison 2027/28 vorgesehen. Das Konzept sieht eine Liga mit 16 Mannschaften vor. Zwölf Klubs sollen dauerhaft dabei sein, vier weitere Plätze sollen über sportliche Qualifikationswege vergeben werden, unter anderem über die Basketball Champions League.
Die EuroLeague verfolgt derweil ihre eigenen Pläne und erwägt eine Erweiterung von 20 auf 24 Teams. Damit zeichnet sich ein möglicher Konkurrenzkampf um Klubs, Spieler und Fans ab. Ob es doch noch zu einer Einigung kommt, ist offen. Die Tür für weitere Gespräche ist zumindest nicht endgültig geschlossen.

