Verletzungssorgen beim DBB
Personalsorgen vor dem Supercup in Hamburg. Das deutsche Team muss auf zwei wichtige Namen verzichten: Isaiah Hartenstein wird in diesem Sommer nicht für Deutschland auflaufen. Der Center der Oklahoma City Thunder laboriert an einer Knöchelverletzung, die einen Einsatz unmöglich macht.
Damit platzt Hartensteins geplantes Comeback in der Nationalmannschaft. Der 2,13 Meter große Big Man war erstmals seit Februar 2018 wieder Teil des DBB-Kaders. Ganz vom Team verabschiedet sich Hartenstein aber nicht. Der NBA-Champion von 2025 bleibt in Hamburg bei der Mannschaft, um seine Teamkollegen und das Umfeld kennenzulernen.
Ebenfalls verzichten muss die Mannschaft auf Shooting Guard Andreas Obst. Dieser fällt mit einer Rückenverletzung aus und befindet sich in Behandlung in München. Eine Nachnominierung für die Ausfälle plant Bundestrainer Alex Mumbru offenbar nicht.
Kawhi-Transfer weiter auf Eis
Die NBA-Untersuchung gegen die Los Angeles Clippers ist weiter nicht abgeschlossen. Im Raum steht der Verdacht, dass es im Zusammenhang mit Kawhi Leonard und früheren Sponsorendeals mögliche Regelverstöße gegeben haben könnte.
ESPN hatte zuletzt berichtet, dass die Liga keine Beweise für illegale Zahlungen gefunden habe, mit denen die Clippers den Salary Cap umgangen haben könnten. Die NBA widersprach dieser Darstellung jedoch deutlich. In einem Statement erklärte die Liga, der Bericht enthalte „zahlreiche und erhebliche Ungenauigkeiten“. Welche Punkte genau gemeint sind, blieb offen.
Auch die Clippers reagierten auf den Bericht. Die Franchise bestätigte, Leonard Kontakte zu möglichen Geschäftspartnern vermittelt zu haben. Das sei jedoch eine gängige Praxis in der NBA. Mit privaten Sponsorendeals des Spielers habe man nichts zu tun gehabt.
Die Untersuchung läuft bereits seit Monaten. Für Leonard hat sie konkrete Folgen: Sein geplanter Trade zu den Toronto Raptors liegt weiterhin auf Eis.
Schröder äußert sich zu Hornets-Trade
Dennis Schröder hat sich erstmals zu seinem Trade zu den Charlotte Hornets geäußert. Gegenüber der Braunschweiger Zeitung erklärte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, dass ihn der Wechsel nicht überrascht habe. „Ich wusste es schon seit einem Monat“, sagte der 32-Jährige.
Sportlich sieht Schröder seine neue Situation sogar positiv. In Cleveland habe er mit Donovan Mitchell und James Harden zwei Stars vor sich gehabt, die viel den Ball in der Hand haben. Dadurch sei seine Rolle „extrem schwierig“ gewesen. Dennoch blickt Schröder zufrieden auf seine Zeit bei den Cavaliers zurück, schließlich erreichte das Team die Eastern Conference Finals.
In Charlotte erwartet er nun eine größere Rolle. „Für mich ist es gut, weil ich dort so spielen kann, wie ich normalerweise spiele“, erklärte Schröder. Zudem kennt er Präsident Jeff Peterson und Trainer Charles Lee noch aus seiner Zeit bei den Atlanta Hawks.
Für die Familie des NBA-Profis sei der erneute Umzug zwar nicht ideal, dramatisch sei die Situation laut Schröder aber nicht: "Die Teams bezahlen alles für uns, wir leben genauso weiter, wie wir vorher auch gelebt haben." Für den Point Guard ist es insgesamt die zwölfte NBA-Station und die zehnte in den vergangenen fünf Jahren.
Lakers-Verkauf wirft Fragen auf
Der Verkauf der Los Angeles Lakers sorgt für Unruhe. Kürzlich wurde die Franchise mit einer Rekordsumme von 12,5 Milliarden Dollar an Bob Iger und Josh Kushner verkauft. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob Ex-Besitzer Mark Walter seine Anteile wirklich freiwillig abgegeben hat.
Hintergrund sind Ermittlungen gegen mehrere Unternehmen, die mit Walter verbunden sein sollen. Dabei geht es um den Verdacht, dass Gelder zwischen Firmen unrechtmäßig vermischt und Investments falsch bewertet wurden. NBA-Experte Bill Simmons spekulierte bereits, Walter könnten ernsthafte juristische Konsequenzen drohen.
Zusätzlich gibt es offenbar Streit innerhalb der Buss-Familie. Laut ESPN stimmte Jeanie Buss als Einzige gegen den Verkauf der restlichen Familienanteile. Durch den Deal droht sie ihre Rolle als Governor der Lakers zu verlieren. Ihr Anwalt fordert deshalb, dass Buss weiterhin an der Spitze der Franchise bleibt. Vollzogen ist der Verkauf noch nicht. Im September muss das NBA Board of Governors zu dem Fall abstimmen.
Quellen: Basketball-World.News, www.basketball-bund.de, sport.de, espn.com
Fotocredit: IMAGO/ XINHUA

