Keine Serie, kein Rückspiel, keine Möglichkeit zur Korrektur: Im Netto BBL Pokal entscheidet ein einziges Spiel über Weiterkommen oder Ausscheiden. Vom 10. bis 13. September startet der Wettbewerb mit acht Partien in die Saison 2026/27.
Insgesamt kämpfen 24 Mannschaften um den Pokalsieg. 16 davon müssen bereits in der ersten Runde ran. Sechs ProA-Clubs treffen auf sechs Mannschaften aus der easyCredit BBL, dazu kommen zwei direkte BBL-Duelle. Die Zweitligisten genießen gegen ihre BBL-Gegner Heimrecht.
Die acht Gewinner ziehen ins Achtelfinale ein. Dort warten bereits die acht bestplatzierten BBL-Teams der vergangenen Saison: ALBA Berlin, Bayern München, Bamberg, Bonn, Würzburg, Ulm, Vechta und Trier.
Doch bevor die Schwergewichte eingreifen, bietet bereits die erste Runde einige interessante Begegnungen.
Hamburg gegen Rostock: Nordduell mit Vorgeschichte

Benka Barloschky steht seit 2023 als Headcoach an der Seitenlinie der Veolia Towers Hamburg. Nach einem größeren Kaderumbruch startet sein neuformiertes Team im Pokal gegen Nordrivale Rostock in die Saison 2026/27.
Freitag, 11. September, 20:00 Uhr
Es ist eines von nur zwei reinen BBL-Duellen der ersten Runde: Die Veolia Towers Hamburg empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES.
An das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften dürften vor allem die Rostocker gute Erinnerungen haben. Am letzten Spieltag der vergangenen Hauptrunde gewann Rostock mit 101:73 in Hamburg und sicherte sich damit auf den letzten Metern noch die Teilnahme an den Play-Ins.
Nun treffen beide bereits vor dem eigentlichen Start der neuen BBL-Saison erneut aufeinander – diesmal ohne zweite Chance. Zusätzliche Brisanz bringt der Blick auf die nächste Runde: Der Gewinner empfängt im Achtelfinale den FC Bayern München.
Frankfurt gegen Jena: Einer muss früh nach Hause
Sonntag, 13. September, 16:30 Uhr
Auch das zweite reine Erstliga-Duell verspricht Spannung. Die SKYLINERS empfangen Science City Jena in der Süwag Energie ARENA.
Für beide Mannschaften ist die Partie gleichzeitig ein früher Härtetest unter Pflichtspielbedingungen. Noch bevor die neue BBL-Spielzeit richtig Fahrt aufgenommen hat, steht fest: Einer der beiden Clubs wird seinen Pokal bereits nach dem ersten Spiel wieder beenden müssen.
Der Sieger bekommt dafür die nächste attraktive Aufgabe: Im Achtelfinale wartet mit den VET-CONCEPT Gladiators Trier eines der acht Teams, die aufgrund ihrer Platzierung aus der Vorsaison erst in dieser Runde in den Wettbewerb einsteigen.

Lorenz Bank gehört zu den Identifikationsfiguren bei Science City Jena. Der 25-Jährige durchlief Teile des Jenaer Nachwuchsprogramms und geht nach dem Klassenerhalt mit den Thüringern in seine zweite BBL-Saison in Folge.
Sechs Zweitligisten hoffen auf die Überraschung
Bei den übrigen sechs Begegnungen heißt es ProA gegen BBL – und das jeweils auf dem Parkett des Zweitligisten. Den Auftakt machen am Donnerstag die HAKRO Merlins Crailsheim gegen Aufsteiger Phoenix Hagen sowie die Eisbären Bremerhaven gegen die Basketball Löwen Braunschweig.
Am Samstag empfangen die GIESSEN 46ers die NINERS Chemnitz, ehe die BG Göttingen gegen den SYNTAINICS MBC antreten. Am Sonntag folgen die Kreisbau Kirchheim Knights gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg und die MLP Academics Heidelberg gegen die EWE Baskets Oldenburg.
Gerade das Heimrecht der ProA-Clubs gibt der ersten Runde ihren besonderen Reiz. Für die Bundesligisten geht es auswärts gegen Mannschaften, für die ein Sieg gegen einen Erstligisten gleichzeitig die Chance auf eines der frühen Ausrufezeichen der Saison bietet.
Der Titelverteidiger wartet bereits
Während 16 Mannschaften um das Weiterkommen kämpfen, kann Titelverteidiger BMA365 Bamberg Baskets die erste Runde entspannt verfolgen. Bamberg gewann den Pokal 2026 und holte damit den siebten Pokaltitel der Vereinsgeschichte.
Im Achtelfinale wartet allerdings direkt ein Klassiker: Bamberg muss zu Rekordpokalsieger ALBA Berlin. Die Hauptstädter führen die ewige Bestenliste mit elf Pokalsiegen an.
Auch die übrigen Paarungen des Achtelfinales stehen bereits fest. Würzburg trifft auf Göttingen oder den MBC, Ulm auf Crailsheim oder Hagen, Vechta auf Kirchheim oder Ludwigsburg und Bonn auf Heidelberg oder Oldenburg. Außerdem treffen die Sieger aus Bremerhaven gegen Braunschweig und Gießen gegen Chemnitz direkt aufeinander.
Neues Erscheinungsbild, neue Trophäe
Nicht nur sportlich beginnt ein neues Pokalkapitel. Mit der Saison 2026/27 tritt der Wettbewerb erstmals unter dem Namen Netto BBL Pokal mit einem umfassend überarbeiteten Markenauftritt an. Dazu gehören eine eigene Website, eine neue visuelle Identität und eine neue Trophäe.
Der neue Pokal besteht aus Aluminium, ist 59 Zentimeter hoch und wiegt 7,8 Kilogramm. Seine geometrische und futuristische Gestaltung soll dem Wettbewerb einen eigenständigen Charakter geben. Wer ihn am Ende tatsächlich in die Höhe stemmen darf, entscheidet sich am 20. und 21. Februar 2027. Dann steigt das Netto Final Four erneut im SAP Garden in München. Bis dahin ist der Weg allerdings lang – und für acht Mannschaften bereits nach diesem Wochenende beendet.
Alle Spiele der 1. Runde
Donnerstag, 10. September
18:30 Uhr: HAKRO Merlins Crailsheim – Phoenix Hagen
20:00 Uhr: Eisbären Bremerhaven – Basketball Löwen Braunschweig
Freitag, 11. September
20:00 Uhr: Veolia Towers Hamburg – ROSTOCK SEAWOLVES
Samstag, 12. September
18:30 Uhr: GIESSEN 46ers – NINERS Chemnitz
20:00 Uhr: BG Göttingen – SYNTAINICS MBC
Sonntag, 13. September
15:00 Uhr: Kreisbau Kirchheim Knights – MHP RIESEN Ludwigsburg
16:30 Uhr: SKYLINERS – Science City Jena
18:00 Uhr: MLP Academics Heidelberg – EWE Baskets Oldenburg
Alle acht Begegnungen werden live bei Dyn übertragen.

Autor: Sami Younis | Stand der Daten: 08. September 2026 | Fotocredit: IMAGO/Jan Huebner, IMAGO/Christoph Worsch

