Curry bleibt ein Warrior
Stephen Curry wird die Golden State Warriors offenbar nicht verlassen. Nachdem die Franchise im Rennen um LeBron James leer ausgegangen ist, waren zuletzt Gerüchte aufgekommen, Curry könnte einen Trade fordern. Warriors-Besitzer Joe Lacob wies diese Spekulationen nun allerdings deutlich zurück und bezeichnete die Berichte als „Clickbait“.
Lacob betonte zudem, dass die Warriors weiterhin fest mit Curry planen. Der 38-Jährige geht in die letzte Saison seines aktuellen Vertrags und könnte ab Ende August eine Verlängerung unterschreiben. Auch Curry selbst soll weiterhin daran interessiert sein, seine Karriere in Golden State zu beenden.
Die Enttäuschung über die verpasste Verpflichtung von LeBron ändert daran also offenbar nichts. Golden State hatte in diesem Sommer versucht, einen weiteren Star an die Seite von Curry zu holen, blieb dabei aber erfolglos. Stattdessen soll die Franchise nun während der Saison nach weiteren Möglichkeiten suchen, den Kader zu verstärken.
Lakers für Rekordsumme verkauft
Die Los Angeles Lakers wechseln erneut den Besitzer – und das für eine Rekordsumme. Eine Investorengruppe um den ehemaligen Disney-Chef Bob Iger und Unternehmer Josh Kushner übernimmt die Kontrolle über die Franchise. Der Deal bewertet die Lakers mit 12,5 Milliarden Dollar und macht sie damit zum teuersten Sportteam der Geschichte.
Besonders verrückt: Erst vor rund einem Jahr hatte Mark Walter die Mehrheit an den Lakers von der Buss-Familie übernommen. Damals wurde die Franchise mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Walter verkauft nun also bereits nach gut einem Jahr wieder und erzielt dabei einen Wertzuwachs von 2,5 Milliarden Dollar.
Iger und Kushner hatten ursprünglich gemeinsam an einem NBA-Expansionsteam in Las Vegas gearbeitet. Als sich die Möglichkeit ergab, stattdessen die Lakers zu übernehmen, änderten sie offenbar ihre Pläne. Die beiden wollen die Franchise langfristig führen und den eingeschlagenen Weg rund um Luka Dončić fortsetzen. Der Deal muss allerdings noch vom NBA Board of Governors genehmigt werden. Für die Lakers beginnt damit bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine neue Ära.
Beal bleibt bei den Clippers
Bradley Beal bleibt den Los Angeles Clippers erhalten. Der dreimalige All-Star und die Franchise haben sich auf einen neuen Zweijahresvertrag über 13,2 Millionen Dollar geeinigt. Im zweiten Vertragsjahr besitzt Beal eine Player Option.
Dabei sah es zwischenzeitlich nach einem Abschied aus. Beal hatte seine Player Option über 5,6 Millionen Dollar für die kommende Saison abgelehnt und war damit Free Agent geworden. Besonders die Miami Heat galten als möglicher Abnehmer und hatten Interesse an dem Guard. Nun entscheidet sich der 33-Jährige allerdings für einen Verbleib in Los Angeles. Für Beal ist es die zweite Saison bei den Clippers, nachdem er im vergangenen Jahr nach einem Buyout mit den Phoenix Suns nach LA gewechselt war.
Seine erste Saison verlief allerdings enttäuschend: Beal kam aufgrund einer Hüftverletzung nur auf sechs Einsätze und musste sich anschließend einer Operation unterziehen. Nun will er bei den Clippers einen Neustart hinlegen.
Westbrook beendet Karriere
Russell Westbrook beendet seine NBA-Karriere. Nach 18 Jahren in der Liga ist für den 37-Jährigen Schluss. Das gab der ehemalige MVP am Mittwoch über seine sozialen Medien bekannt.
Dass Westbrook seine Karriere beenden könnte, hatte sich zuletzt bereits angedeutet. Nach seiner Saison bei den Sacramento Kings war zunächst offen, wie es für den Veteranen weitergeht. Laut ESPN-Insider Shams Charania gab es zwar weiterhin Interesse aus der NBA und offenbar sogar konkrete Angebote – unter anderem von den Kings und den Washington Wizards. Westbrook entschied sich letztlich trotzdem gegen eine weitere Saison.
Westbrook hinterlässt vor allem in einer Statistik ein riesiges Erbe: Kein Spieler in der Geschichte der NBA hat mehr Triple-Doubles gesammelt als er. Insgesamt kommt der Point Guard auf 209 – 42 davon allein in seiner MVP-Saison 2016/17. Damals legte Westbrook im Schnitt 31,6 Punkte, 10,7 Rebounds und 10,4 Assists auf.
Neben dem MVP-Titel wurde Westbrook neunmal zum All-Star gewählt. Dazu gewann er zweimal die Scoring-Krone und war dreimal bester Assistgeber der Liga. In der ewigen Bestenliste steht er außerdem auf Platz fünf bei den Assists und auf Platz 14 bei den Punkten.
Seine prägendste Zeit erlebte Westbrook bei den Oklahoma City Thunder. Gemeinsam mit Kevin Durant und James Harden führte er OKC 2012 bis in die NBA-Finals. Einen Meistertitel konnte er in seiner Karriere allerdings nie gewinnen.
Zuletzt spielte Westbrook für die Sacramento Kings. Nach insgesamt 18 Jahren NBA ist die Karriere des Triple-Double-Königs nun endgültig vorbei.
Quellen: Basketball-World.News, SkySport News, eurohoops.net, basket.news
Fotocredit: IMAGO/ XINHUA

