Harden bleibt in Cleveland
James Harden bleibt bei den Cleveland Cavaliers und kassiert dafür den nächsten Mega-Vertrag. Der 36-Jährige hat sich mit den Cavs auf einen Dreijahresvertrag über 97 Millionen Dollar geeinigt. Der Deal beinhaltet außerdem eine Spieleroption für das dritte Jahr sowie einen sogenannten Trade Kicker.
Harden war erst zur Trade Deadline von den Los Angeles Clippers nach Cleveland gewechselt und wurde dort schnell zu einem wichtigen Bestandteil des Teams. In seinen 26 Spielen für die Cavaliers kam der elffache All-Star auf durchschnittlich 20,5 Punkte, 7,7 Assists und 4,8 Rebounds.
Für Cleveland ist die Verlängerung ein klares Zeichen: Die Cavaliers wollen nach dem Einzug in die Eastern Conference Finals weiter angreifen. In der vergangenen Saison scheiterte das Team dort allerdings deutlich an den späteren Champions aus New York. Dennoch sieht sich Cleveland weiterhin im absoluten „Win-Now“-Modus, Harden wird in einigen Tagen bereits 37 Jahre alt.
Der ehemalige MVP hatte zuvor seine Spieleroption über 42,3 Millionen Dollar für die kommende Saison abgelehnt, um einen längerfristigen Vertrag auszuhandeln. Mit dem neuen Deal bleibt er nun mindestens für die nächsten beiden Spielzeiten in Cleveland.
Nuggets geben Champion von 2023 ab
Neben der Verlängerung mit James Harden verstärken sich die Cavaliers auch auf der Forward-Position: Peyton Watson kommt nach Ohio und soll dort künftig eine wichtige Rolle übernehmen.
Der 23-Jährige wechselt per Sign-and-Trade von den Denver Nuggets nach Cleveland und unterschreibt dort einen Vierjahresvertrag über 88 Millionen Dollar. Watson war Restricted Free Agent, Denver hätte seinen Vertrag also grundsätzlich matchen können.
Für Cleveland ist der Deal vor allem mit Blick auf die Zukunft interessant. Watson entwickelte sich in Denver zuletzt zu einem wichtigen Rotationsspieler und erzielte in der vergangenen Saison durchschnittlich 14,6 Punkte, 4,9 Rebounds und 2,1 Assists. Dazu traf der Forward 41,1 Prozent seiner Dreier.
Watson bringt außerdem bereits Championship-Erfahrung mit. Der 23-Jährige gehörte zum Nuggets-Team, das 2023 den ersten Titel der Franchise-Geschichte gewann. In Cleveland soll er nun den nächsten Schritt machen und neben Donovan Mitchell, Evan Mobley und Jarrett Allen eine größere Rolle einnehmen.
Für Denver war der Abschied dagegen auch aus finanzieller Sicht sinnvoll. Die Nuggets standen über dem Second Apron und hätten Watsons neuen Vertrag nur schwer in ihre Kaderstruktur integrieren können. Im Gegenzug erhalten sie einen ungeschützten Erstrundenpick der Cavaliers für den Draft 2031 sowie einen Zweitrundenpick der Sacramento Kings für 2032.
Neben Watson sind auch Max Strus, Tre Mann und Cam Whitmore Teil des komplexen Deals. Strus wechselt von Cleveland zu den Los Angeles Clippers, während Whitmore von den Washington Wizards nach Cleveland geht.
Damit haben die Cavaliers nach der Vertragsverlängerung von James Harden direkt den nächsten spannenden Baustein für ihren Kader gesichert – und Cleveland könnte in der kommenden Saison zu einem der interessantesten Teams im Osten werden.

