Cathy Engelbert wird ihre Zeit als Commissioner der WNBA nach der Saison 2026 beenden. Das berichtet ESPN unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Liga. Engelbert steht seit 2019 an der Spitze der WNBA und war die erste Person, die dort offiziell den Titel „Commissioner“ trug.
Ganz überraschend kommt die Entwicklung offenbar nicht. Hochrangige Teamverantwortliche hatten ESPN zufolge zuletzt bereits damit gerechnet, dass die Saison 2026 Engelberts letzte an der Spitze der Liga sein könnte. Zugleich war ihre Führung in den vergangenen Monaten zunehmend in die Kritik geraten. Minnesota-Lynx-Star Napheesa Collier hatte Engelbert nach der vergangenen Saison öffentlich scharf attackiert; ihre Kritik erhielt laut ESPN breite Unterstützung von anderen Spielerinnen.
Unter ihrer Führung erlebte die Liga einen deutlichen wirtschaftlichen und strukturellen Wandel. Die WNBA schloss Medienrechteverträge im Gesamtwert von 3,1 Milliarden US-Dollar ab, weitete ihren Spielplan aus und treibt die Expansion auf insgesamt 18 Teams bis 2030 voran. Zudem begleitete Engelbert zwei neue Tarifvereinbarungen mit der Spielerinnengewerkschaft. Das jüngste CBA beinhaltet erstmals Gehälter von bis zu einer Million US-Dollar sowie ein umfassendes Revenue-Sharing-Modell.
Gleichzeitig war Engelberts Führungsstil zuletzt zunehmend in die Kritik geraten. ESPN berichtet von wachsender Unzufriedenheit innerhalb der Liga, unter anderem mit Blick auf Kommunikation, den Umgang mit Krisen und das Verhältnis zu Spielerinnen, Teams und Verantwortlichen.
Wer Engelbert an der Spitze der WNBA nachfolgen wird, geht aus dem ESPN-Bericht bislang nicht hervor. Der oder die kommende Commissioner wird die sechste Führungsperson in der Geschichte der Liga sein.
Stand der Daten: 4. September 2026 | Quellen: ESPN.com
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