Hart of the Court: Ulm wird zur Streetball-Bühne

NBA-Champion Isaiah Hartenstein bringt mit Hart of the Court Streetball, Musik und Show nach Ulm. Beim Finale am OrangeCampus liefern sich die besten Spielerinnen und Spieler packende Duelle – bis zum dramatischen Gamewinner im 3vs3.

Nico Rulik

24. August 2026

Beim Finale von Hart of the Court 2026 treffen am OrangeCampus in Ulm einige der besten Spielerinnen und Spieler der vorangegangenen Qualifikationsevents aufeinander. Auf dem Programm stehen 3vs3- und 1vs1-Basketball, dazu Musik, Dunkshows und zahlreiche Side-Events. Hinter dem Projekt steht NBA-Champion und Schirmherr Isaiah Hartenstein gemeinsam mit seinem Team, ratiopharm Ulm und Skechers. Der deutsche Nationalspieler hat bereits bei der Pressekonferenz am Vortag des Turniers erklärt, dass er mit dem Projekt etwas an die Community hier in Deutschland zurückgeben wolle. Doch nicht nur das: „Ich will mit Hart Of The Court die Kultur hier fördern und das Spiel voranbringen.“ Große Ziele also vom Center der Oklahoma City Thunder.

Und schon beim Ort des Geschehens wird deutlich, welchen Charakter das Event haben soll: Als wir die Halle am Tag des Turniers um 10 Uhr betreten, kommt man sich vor, als würde man mitten in einen Film eintauchen. Der schwarze Court, die dunklen Wände und Sitzplätze, dazu orange-gelbes Licht sorgen für einen mega Street-Flair. Dazu kommt der Live-Kommentator auf dem Feld, der während der Spiele Späße mit den Spielern und Zuschauern macht und für jede Situation einen lustigen Spruch parat hat. Wer schon mal bei NBA 2K „Blacktop“ gespielt hat, weiß genau, was ich meine. 

Stars, Sound und Side-Events

Für den richtigen Soundtrack ist gesorgt. Durchgängig liefert der DJ einen Banger nach dem anderen, später sorgen die Rap-Stars Summer Cem und Billa Joe mit einem Live-Auftritt für Gänsehaut. Weitere Star-Power ist ebenfalls vor Ort: Isaiah Hartenstein steht immer für Fotos bereit, für Gespräche mit dem Basketball-Star gibt es zudem ein Meet-and-Greet. Außerdem sind zahlreiche bekannte Gesichter der deutschen Basketball-Welt vor Ort, sowohl Influencer als auch Spieler. YouTuber Kobe Björn erklärt die Besonderheit des Events: „Es ist ein großes Klassentreffen, es sind alle da.“ Ein solches Event sei in Deutschland so gut wie einmalig.

Nebenschauplätze gibt es genügend. In der Aula kann man sich seine eigene Sammelkarte erstellen, im Außenbereich stehen Food-Trucks, Hüpfburgen und ein offener Full-Court. Zu gewinnen gibt es auch einiges, etwa T-Shirts von NBA Cares oder Schuhe von Event-Sponsor Skechers. Auch für tolle Unterhaltung ist gesorgt: Vier professionelle Dunker sind angereist und ziehen eine spektakuläre Show ab, sogar ein Dunk über den 2,13 Meter großen Hartenstein ist dabei.

 

Drei Finals, jede Menge Drama

 Fehlt nur noch der Main-Plot – und der spielt sich natürlich auf dem Platz ab. Hart of the Court ist in diesem Jahr als mehrteiliges Event angelegt: Bei den vorangegangenen Terminen haben sich Spielerinnen und Spieler für das Finale am OrangeCampus qualifizieren können. Dort beginnt der Tag mit den 3vs3-Gruppenspielen, ehe es in den K.-o.-Runden der 1vs1s um die Entscheidungen geht. Und spätestens in den drei Finals zeigt sich, wie viel Spannung auch sportlich in dem Event steckt.
Im 1vs1 der Frauen gewinnt Jessika Schiffer gegen Pauline Mayer, die zuvor zwischenzeitlich einen 13:3-Rückstand aufgeholt hat. Bei den Männern triumphiert Adrian Worthy gegen Timothy Davis – und damit ist die Geschichte zwischen den beiden noch nicht vorbei. Im anschließenden 3vs3-Finale treffen sie erneut aufeinander, diesmal mit ihren Teams „Der Stamm“ und „Stammerei“. Kurz vor Schluss fordert Davis eine Iso, um den Sieg zu sichern. Sie gelingt nicht, stattdessen wird Davis gecuttet und blutet im Gesicht. Von der Seitenlinie sieht er, wie sein Teamkollege Lagui Diallo einen langen Dreier über die Defense nimmt, dabei zu Boden geht – und der Ball doch noch im Korb landet. Gamewinner, Turnierwinner. Absolutes Kino.

 

Text: Nicolas Rulik | Stand der Daten: 3. August 2026 | Fotocredits: jeeanphotography

Nico Rulik

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