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NBA Season Preview 2026/27: Knicks, Thunder, Spurs & Co. – wer wird NBA-Champion?

Die NBA-Saison 2026/27 steht vor ihrem Start und die Frage nach dem nächsten Meister verspricht einen besonders spannenden Titelkampf. Die New York Knicks wollen ihre erste Meisterschaft seit 53 Jahren verteidigen, Victor Wembanyama und die San Antonio Spurs sinnen auf Revanche und Oklahoma City möchte nach dem verlorenen Conference-Finale zurück an die Spitze. Doch auch Cleveland, Denver und Houston rechnen sich Chancen aus. Im großen Finale unserer NBA Season Preview schauen wir auf sechs Teams, die das Zeug zum Champion haben – und auf die Probleme, die ihnen dabei im Weg stehen könnten.

Sami Younis

20. Oktober 2026

Acht Jahre, acht unterschiedliche NBA-Champions. Seit den Golden State Warriors 2018 ist es keiner Mannschaft mehr gelungen, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Verletzungen, Gehaltsobergrenzen und die zunehmende Leistungsdichte haben es selbst den besten Franchises schwer gemacht, dauerhaft an der Spitze zu bleiben.

In der Saison 2026/27 könnte sich diese Entwicklung fortsetzen. Besonders die Western Conference ist mit San Antonio, Oklahoma City, Denver und Houston außergewöhnlich stark besetzt. Im Osten wollen die New York Knicks ihren Titel verteidigen, während die Cleveland Cavaliers nach dem Einzug in die Conference Finals den nächsten Schritt machen möchten.

Doch welche Mannschaft besitzt nicht nur das Talent für 55 oder 60 Siege, sondern auch die richtigen Antworten auf die taktischen Herausforderungen der Playoffs?

New York Knicks: Kann der Champion den Titel-Fluch brechen?

Der Anführer des amtierenden NBA-Champions: Jalen Brunson will mit den Knicks schaffen, was seit 2018 keinem Team mehr gelungen ist – die erfolgreiche Titelverteidigung.

53 Jahre mussten die Fans der New York Knicks auf eine weitere Meisterschaft warten. Im Juni 2026 war es endlich so weit: Angeführt von Jalen Brunson besiegte New York die San Antonio Spurs in den NBA Finals und holte den ersten Titel seit 1973. Nun beginnt die vielleicht schwierigere Aufgabe – die Titelverteidigung.

Die Voraussetzungen dafür sind grundsätzlich hervorragend. Mit Brunson, Karl-Anthony Towns, OG Anunoby, Mikal Bridges und Josh Hart bleibt die komplette Starting Five zusammen. Auch der Großteil der Rotation ist weiterhin an Bord. Mike Brown kann damit auf eingespielte Abläufe zurückgreifen und muss kein neues System etablieren.

Besonders beeindruckend war die offensive Entwicklung während der vergangenen Playoffs. Während New York in der regulären Saison 118,7 Punkte pro 100 Ballbesitze erzielte, steigerte sich dieser Wert in der Postseason auf 119,9. Bemerkenswert, schließlich wurden die Gegner mit jeder Runde stärker.

OG Anunoby spielte dabei eine herausragende Rolle. Seine effektive Feldwurfquote von 67,2 Prozent bei mindestens 150 Abschlüssen gehörte zu den außergewöhnlichsten Werten der Playoff-Geschichte. Gemeinsam mit Towns und Bridges sorgte er dafür, dass gegnerische Mannschaften Brunson nicht ohne Konsequenzen doppeln konnten.

Genau hier liegt allerdings eine entscheidende Frage: Wie viel dieser offensiven Dominanz lässt sich tatsächlich wiederholen?

Die Knicks profitierten von außergewöhnlich effizientem Shooting. Sollten diese Quoten wieder auf ein gewöhnlicheres Niveau zurückfallen, könnte die Offensive in engen Playoff-Partien deutlich stärker von Brunsons individuellen Fähigkeiten abhängig werden.

Dazu kommt der Abgang von Mitchell Robinson. Der Center wechselte nach Boston und hinterlässt vor allem defensiv eine Lücke. Andre Drummond bringt zwar enorme Rebound-Qualitäten mit, ist aber nicht derselbe bewegliche Ringbeschützer. Besonders gegen Teams mit dynamischen Guards oder einen Victor Wembanyama könnte dieser Unterschied entscheidend werden.

New York besitzt weiterhin alle Voraussetzungen für einen tiefen Playoff-Lauf. Doch die Konkurrenz hat aufgerüstet. Mit Philadelphia, Cleveland und den jungen Detroit Pistons ist der Osten gefährlicher geworden. Die Knicks bleiben das Team, das es zu schlagen gilt – aber der Weg zur zweiten Meisterschaft dürfte kaum leichter werden.

Cleveland Cavaliers: Die letzte Stufe mit Harden und Mitchell?

Die Cleveland Cavaliers haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Auf das Erstrundenaus 2023 folgten zwei Teilnahmen an den Conference Semifinals, ehe die Mannschaft 2026 erstmals seit dem Abschied von LeBron James wieder die Eastern Conference Finals erreichte.

Dort war allerdings Schluss. Gegen den späteren Meister aus New York verlor Cleveland alle vier Spiele.

Nun soll James Harden gemeinsam mit Donovan Mitchell dafür sorgen, dass aus einem starken Playoff-Team ein ernsthafter Titelanwärter wird. Harden wechselte erst während der vergangenen Saison nach Cleveland. Trotz der kurzen Eingewöhnungszeit harmonierte er bereits gut mit Mitchell. In der neuen Spielzeit können beide erstmals eine vollständige Vorbereitung gemeinsam absolvieren. Die Rollenverteilung bietet enormes Potenzial. Während Mitchell mit seiner Explosivität und seinem Scoring für konstanten Druck auf die gegnerische Defense sorgt, organisiert Harden das Spiel über seine Erfahrung und sein Pick-and-Roll. Mit Evan Mobley und Jarrett Allen verfügt Cleveland zudem über eines der interessantesten Frontcourt-Duos der Liga. Mobley kann defensiv mehrere Positionen übernehmen, während Allen als klassischer Roll-Man und Ringbeschützer wichtige Aufgaben erfüllt. Eine zentrale Rolle könnte Neuzugang Peyton Watson einnehmen. Der Forward kommt aus Denver und soll die bislang fehlende Kombination aus Flügelverteidigung, Athletik und Distanzwurf liefern. In seinen 40 Starts für die Nuggets erzielte er durchschnittlich 17,3 Punkte und traf 43 Prozent seiner Dreier.

Doch Cleveland hat auch einige Probleme zu lösen.

Mit Max Strus, Dean Wade, Dennis Schröder, Keon Ellis und Larry Nance Jr. verließen mehrere erfahrene Rotationsspieler die Franchise. Besonders die Tiefe auf den Forward-Positionen und hinter den beiden Big Men könnte zum Problem werden. Hinzu kommen die Schwächen aus der vergangenen Postseason. In zwölf ihrer 18 Playoff-Spiele lagen die Cavaliers zwischenzeitlich mindestens zehn Punkte zurück. Zwar bewies Cleveland immer wieder Comeback-Qualitäten, doch gegen die besten Mannschaften der Liga kann sich ein Team solche schwachen Phasen nur selten leisten. Auch Harden selbst muss konstanter werden. Seine durchschnittlich 4,7 Ballverluste pro Playoff-Spiel waren ein Warnsignal.

Cleveland fehlt nicht unbedingt mehr Starpower. Entscheidend wird sein, ob die Cavaliers ihre offensive Qualität über 48 Minuten abrufen und gleichzeitig defensiv stabil bleiben können.

Gegen die New York Knicks war für Donovan Mitchell und die Cavaliers in den vergangenen Conference Finals Endstation. In dieser Saison soll der nächste Schritt gelingen.

Denver Nuggets: Reicht die beste Offensive der NBA?

Nikola Jokić gehört weiterhin zu den besten Basketballspielern der Welt. Trotzdem endete die vergangene Saison für die Denver Nuggets mit einer Enttäuschung.

54 Siege in der regulären Saison, die effizienteste Offensive der Liga – und trotzdem das Aus in der ersten Playoff-Runde. Der Grund dafür lag nicht ausschließlich in den Verletzungsproblemen. Denver war offensiv zwar kaum zu stoppen, belegte defensiv allerdings nur den 21. Platz der NBA. Bereits zum zweiten Mal in Folge gehörten die Nuggets damit zu den schwächeren Verteidigungsteams.

Besonders bemerkenswert: Die bevorzugte Starting Five stand in der vergangenen Saison lediglich 23-mal gemeinsam auf dem Parkett. Denver gewann 18 dieser Partien. Eine gesunde Mannschaft könnte deshalb schon ohne große Veränderungen erheblich stärker sein. Mit Jokić, Jamal Murray und Aaron Gordon besitzt Denver weiterhin einen der besten Mannschaftskerne der Liga. Murray spielte mit durchschnittlich 25,4 Punkten eine herausragende Saison, während Jokić als Scorer und Passgeber praktisch jede offensive Situation kontrollieren kann.

Im Sommer wurde der Kader trotzdem verändert.

DeMar DeRozan soll zusätzliche offensive Möglichkeiten eröffnen. Besonders in engen Playoff-Partien, wenn Gegner das Zusammenspiel zwischen Jokić und Murray gezielt unterbinden, könnte sein Midrange-Spiel wertvoll werden. Auch Tyus Jones, Alpha Diallo und Marvin Bagley III sollen der Rotation neue Optionen geben. Allerdings hat Denver mit Peyton Watson einen seiner wichtigsten Flügelverteidiger verloren. Auch Tim Hardaway Jr. und Bruce Brown stehen nicht mehr zur Verfügung.

Damit stellt sich eine schwierige Frage: Hat Denver seine Offensive weiter verbessert, während die Defensive noch anfälliger geworden ist?

DeRozan bringt Erfahrung und Shot Creation mit, ist defensiv allerdings keine Lösung für die Probleme gegen schnelle Guards und athletische Wings. Aaron Gordon dürfte deshalb noch wichtiger werden, wenn es darum geht, gegnerische Stars zu verteidigen und Fehler seiner Mitspieler auszugleichen.Die Nuggets brauchen nicht zwingend eine weitere offensive Superwaffe. Sie müssen Wege finden, gegnerische Mannschaften regelmäßig zu stoppen.

Sollte Denver defensiv wenigstens ins Mittelfeld der Liga vorstoßen und gleichzeitig gesund bleiben, gehört die Mannschaft um Jokić wieder zu den gefährlichsten Titelkandidaten.

Nikola Jokić ist auch im Post-up kaum zu stoppen. Der dreimalige MVP bleibt das Herzstück der besten Offensive der vergangenen NBA-Saison.

Houston Rockets: Kevin Durant und die Suche nach der perfekten Balance

Die Houston Rockets gehören zu den physisch dominantesten Mannschaften der NBA. Mit Kevin Durant, Alperen Şengün, Amen Thompson und Jabari Smith Jr. besitzt die Franchise eine Mischung aus individueller Klasse, Athletik und enormer Größe.

Trotzdem endeten die vergangenen beiden Spielzeiten jeweils mit dem Aus in der ersten Playoff-Runde. Houston gewann 2025/26 insgesamt 52 Spiele und stellte einen außergewöhnlichen Rekord auf: Die Rockets sicherten sich 54,5 Prozent aller verfügbaren Rebounds. Kein Team erreichte in den vergangenen 30 Jahren einen höheren Wert. Doch diese Stärke bringt einen taktischen Konflikt mit sich.

Besonders große Lineups dominieren beim Rebounding und können defensiv verschiedene Positionen übernehmen. Offensiv fehlt diesen Formationen allerdings häufig das notwendige Spacing. Amen Thompson ist dafür das beste Beispiel. Der junge Guard gehört bereits zu den gefährlichsten Verteidigern der Liga, besitzt aber weiterhin keinen konstanten Distanzwurf. In den Playoffs können Gegner deshalb bewusst Abstand halten und die Zone gegen Durant und Şengün verdichten.

Die Rückkehr von Fred VanVleet soll helfen, dieses Problem zu lösen. Der erfahrene Point Guard verpasste die vergangene Saison verletzungsbedingt und könnte nun wieder mehr Struktur und Ballbewegung in die Offensive bringen. Davon dürfte besonders Şengün profitieren. Der türkische Center ist längst mehr als ein klassischer Post-Spieler. Als Passgeber aus dem High Post kann er Mitspieler in Szene setzen und defensive Rotationen erzwingen. Auch Durant könnte dadurch entlastet werden. Der inzwischen 38-Jährige musste offensiv zuletzt enorme Verantwortung übernehmen. Mit einer besseren Aufgabenverteilung könnte er mehr Energie in die Defensive investieren. Marcus Smart und Bogdan Bogdanović bringen zusätzliche Erfahrung, während Tari Eason und Reed Sheppard wichtige Alternativen von der Bank darstellen.

Eine weitere Veränderung deutete sich bereits in der Vorbereitung an: Houston nahm deutlich mehr Dreier als in der Vorsaison, als die Mannschaft ligaweit nur auf Platz 28 bei den Distanzwurfversuchen lag.

Das könnte der Schlüssel sein.

Die Rockets müssen ihre enorme physische Überlegenheit bewahren, gleichzeitig aber eine Offensive entwickeln, die auch gegen eine gut vorbereitete Playoff-Defense funktioniert. Gelingt Ime Udoka dieser Spagat, könnte Houston den beiden großen Favoriten im Westen gefährlich werden.

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San Antonio Spurs: Ist Wembanyama bereit für seine erste Meisterschaft?

Vor wenigen Jahren gehörten die San Antonio Spurs noch zu den schwächsten Mannschaften der NBA. Inzwischen steht die Franchise wieder unmittelbar vor dem ganz großen Erfolg. 62 Siege, Platz zwei im Westen und der Einzug in die NBA Finals: Die vergangene Saison war ein gewaltiger Schritt für das junge Team um Victor Wembanyama. Am Ende scheiterte San Antonio an den New York Knicks. Doch die verlorene Finalserie könnte sich langfristig als besonders wertvoll erweisen.

Wembanyama gehört defensiv bereits zu den einflussreichsten Spielern der Liga. Seine außergewöhnliche Reichweite verändert gegnerische Abschlüsse, selbst wenn er gar nicht unmittelbar an einer Aktion beteiligt ist. Offensiv besitzt der Franzose ebenfalls enorme Möglichkeiten. Allerdings fehlte ihm in den vergangenen Playoffs phasenweise noch die Konstanz, um auch gegen besonders gut vorbereitete Verteidigungen zuverlässig zu punkten. Ein möglicher Entwicklungsschritt liegt deshalb nicht unbedingt in spektakuläreren Aktionen, sondern in einfacheren Abschlüssen. Besonders ein schneller Wurf nach dem Short Roll könnte zu einer wichtigen Waffe werden.

Auch im Backcourt steht San Antonio vor interessanten Entscheidungen. Mit De’Aaron Fox, Stephon Castle und Dylan Harper verfügen die Spurs über drei Guards, die selbst zum Korb ziehen und Chancen für ihre Mitspieler kreieren können. Eine gemeinsame Starting Five könnte das Offensivspiel deutlich unberechenbarer machen. Allerdings bringt diese Kombination auch Nachteile mit sich. Wenn alle drei gleichzeitig auf dem Feld stehen, könnte das Spacing leiden. Gegner könnten sich stärker auf Wembanyama konzentrieren und die Zone verdichten.

Stephon Castle dürfte dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Der junge Guard entwickelte sich in der vergangenen Saison als Passgeber enorm weiter und harmonierte besonders gut mit Wembanyama. Dylan Harper wiederum überzeugte während der Playoffs bereits als Rookie und könnte nun mehr Verantwortung übernehmen. Mit Tobias Harris wurde zusätzlich ein erfahrener Forward verpflichtet. Devin Vassell, Keldon Johnson, Julian Champagnie und Luke Kornet sorgen für eine tiefe Rotation.

Auch das Trainerteam wurde verstärkt: Billy Donovan soll als Assistent dabei helfen, die offensiven Abläufe unter Headcoach Mitch Johnson weiterzuentwickeln.

San Antonio muss nicht mehr beweisen, dass es zu den besten Teams der NBA gehört. Die entscheidende Frage lautet, ob Wembanyama und seine jungen Mitspieler aus den Fehlern der vergangenen Finals gelernt haben.

Sollte das gelingen, könnte 2027 bereits die erste Meisterschaft der neuen Spurs-Generation folgen.

Die Enttäuschung nach den verlorenen NBA Finals sitzt tief. Victor Wembanyama will mit den Spurs zurück auf die große Bühne - und diesmal den Titel holen.

Oklahoma City Thunder: Das gefährlichste Team der NBA?

64 Siege, die beste Bilanz der gesamten NBA und eine historisch dominante Defensive. Trotzdem reichte es für Oklahoma City in der vergangenen Saison nicht zur zweiten Meisterschaft in Folge. In den Western Conference Finals unterlagen die Thunder den San Antonio Spurs nach sieben Spielen. Nun startet OKC einen neuen Angriff auf den Titel. Die Voraussetzungen dafür bleiben ausgezeichnet.

Mit Shai Gilgeous-Alexander, Jalen Williams und Chet Holmgren steht die Starachse weiterhin zusammen. Isaiah Hartenstein verlängerte seinen Vertrag und bleibt als Rebounder, Screener und Passgeber ein wichtiger Bestandteil des Teams. Besonders defensiv setzte Oklahoma City in der vergangenen Saison Maßstäbe. Die Thunder erlaubten 8,3 Punkte pro 100 Ballbesitze weniger als der Liga-Durchschnitt. In den vergangenen 30 Jahren war nur eine Mannschaft relativ zum Liga-Niveau noch besser.

Allerdings hat die Franchise im Sommer wichtige Rollenspieler verloren.

Luguentz Dort, Aaron Wiggins und Isaiah Joe verließen das Team. Gemeinsam standen sie durchschnittlich fast 59 Minuten pro Partie auf dem Feld. Vor allem Dorts physische Verteidigung und die Wurfgefahr von Joe lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Mehr Verantwortung erhalten deshalb Cason Wallace, Alex Caruso, Ajay Mitchell und weitere junge Spieler. Mit Aday Mara, Bennett Stirtz und Otega Oweh kamen zusätzliche Talente hinzu. Besonders Mitchell könnte eine entscheidende Rolle spielen. In der vergangenen Regular Season gewann Oklahoma City 50 von 57 Spielen mit ihm, ohne ihn dagegen nur 14 von 25 Partien.

Doch die größte Veränderung könnte offensiv stattfinden.

In den vergangenen Playoffs war Oklahoma City phasenweise zu stark von Gilgeous-Alexander abhängig. Besonders gegen San Antonio gelang es den Spurs immer wieder, seine bevorzugten Wege zum Korb zu erschweren. Jalen Williams kämpfte gleichzeitig mit Verletzungen, während Holmgren in den Conference Finals offensiv deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb. Deshalb könnte SGA künftig häufiger ohne Ball agieren. Williams, Mitchell, Wallace und Jared McCain können zusätzliche Playmaking-Aufgaben übernehmen und die Offensive variabler gestalten.

Oklahoma City besitzt weiterhin eines der vollständigsten Teams der Liga. Entscheidend wird sein, ob die neue Rotation den defensiven Druck aufrechterhalten und gleichzeitig mehr offensive Verantwortung verteilen kann.

Gelingt das, könnten die Thunder trotz der personellen Veränderungen erneut das Team sein, das es im Westen zu schlagen gilt.

Shai Gilgeous-Alexander und Isaiah Hartenstein bilden eines der wichtigsten Offensivduos der Thunder. Ihr Zusammenspiel soll Oklahoma City zurück an die NBA-Spitze führen.

Wer wird NBA-Champion 2027?

Die sechs Titelkandidaten könnten unterschiedlicher kaum sein.

Die New York Knicks setzen auf Kontinuität und die Erfahrung ihrer Meisterschaft. Cleveland hofft auf die Weiterentwicklung des Duos aus Harden und Mitchell. Denver vertraut auf die offensive Genialität von Nikola Jokić, während Houston seine physische Dominanz mit einem moderneren Offensivspiel verbinden möchte.

San Antonio besitzt mit Victor Wembanyama möglicherweise den größten Entwicklungsspielraum aller Titelanwärter. Oklahoma City wiederum hat bereits bewiesen, dass es über eine gesamte Saison hinweg auf historisch hohem Niveau verteidigen kann.

Doch die jüngere NBA-Geschichte zeigt, dass selbst eine überragende reguläre Saison keine Meisterschaft garantiert.

Entscheidend sind die Gesundheit der Stars, taktische Anpassungen und die Fähigkeit, auch dann zu gewinnen, wenn der bevorzugte Spielstil vom Gegner neutralisiert wird.

Wer kann vier Playoff-Serien gewinnen, wenn jeder Gegner genau weiß, was ihn erwartet?

Autor: Sami Younis | Stand der Daten: 19. Oktober 2026 | Fotocredit: Getty Images

Sami Younis

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