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Vorfall nach Eurocup-Spiel: Fan-Bus mit Pyrotechnik attackiert!

Nach dem EuroCup-Spiel der Rostock Seawolves gegen Aris Thessaloniki wurde ein Fan-Bus auf der A20 mit Pyrotechnik attackiert. Alle 70 Insassen blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister fordert Aufklärung.

Zawadi Mograbi

23. Oktober 2026

Nach dem EuroCup-Spiel zwischen den Rostock Seawolves und Aris Thessaloniki ist ein Reisebus mit griechischen Gästefans auf der Autobahn A20 mit Pyrotechnik attackiert worden. Ein Geschoss durchschlug eine Fensterscheibe. Die rund 70 Insassen blieben unverletzt. Die Polizei ermittelt, auch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel fordert eine konsequente Aufarbeitung.

Der Angriff ereignete sich in der Nacht zu Mittwoch (21. Oktober), als sich Anhänger von Aris Thessaloniki nach dem EuroCup-Auswärtsspiel in Rostock auf der Rückreise befanden. Auf der A20 in Richtung Lübeck wurde ihr Reisebus zwischen Rostock-West und Bad Doberan plötzlich mit Pyrotechnik beschossen.

Nach Angaben des NDR durchschlug ein Geschoss eine Fensterscheibe auf der Beifahrerseite. Dem Fahrer gelang es, den beschädigten Bus sicher auf den Standstreifen zu lenken. Trotz des gefährlichen Vorfalls blieben alle rund 70 Insassen unverletzt. 

Polizei ermittelt nach Angriff auf der A20

Die Hintergründe der Attacke sind bislang ungeklärt. Laut NDR sicherte die Polizei Spuren auf einer Autobahnbrücke bei Groß Bölkow im Landkreis Rostock. Möglicherweise feuerten die bislang unbekannten Täter die Pyrotechnik von dort auf den vorbeifahrenden Bus ab.

Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Wer hinter dem Angriff steckt und welches Motiv die Verantwortlichen hatten, ist bislang offen.

Vor ausverkaufter Arena trafen die Rostock Seawolves auf Aris Thessaloniki, doch die Geschehnisse nach Abpfiff überschatten die sonst friedliche Begegnung.

Innenminister fordert Aufklärung

Auch Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) hat sich zu dem Vorfall geäußert. Berichte über einen möglichen Übergriff unter Beteiligung Rostocker Fans bezeichnete er gegenüber dem NDR als besorgniserregend.

„Wer für Gewalt verantwortlich ist, muss im Rahmen der geltenden Gesetze zur Verantwortung gezogen werden. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass alle Menschen Sportveranstaltungen besuchen und anschließend sicher nach Hause zurückkehren können“, erklärte Pegel. Eine Beteiligung von Rostocker Fans an der Tat ist bislang nicht nachgewiesen.

Historischer Europapokal-Abend wird überschattet


Der Angriff überschattet einen besonderen Abend für den Rostocker Basketball. Erstmals in der Vereinsgeschichte war ein Europapokal-Heimspiel der Seawolves ausverkauft. Mehr als 4.600 Zuschauer sorgten in der StadtHalle Rostock für eine stimmungsvolle Kulisse.

Sportlich waren die Gastgeber beim 79:110 gegen Aris Thessaloniki deutlich unterlegen. Wie basketball-world.news berichtet, feierten zahlreiche griechische Gästefans ihre Mannschaft. Laut Polizei blieb es rund um die Partie trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen überwiegend ruhig. Erst nach dem Spiel ereignete sich die Attacke auf den Reisebus. 

Die Rostock Seawolves reagierten am Mittwoch mit Bestürzung auf den Vorfall. In einer offiziellen Stellungnahme, die auf Deutsch und Griechisch veröffentlicht wurde, zeigte sich der Vorstand erschrocken und tief betroffen.

„Wir sind erschrocken und tief betroffen über den Angriff auf den Bus mit den Gästefans von Aris Thessaloniki. Dass Menschen nach einem Basketballspiel auf ihrem Heimweg mit Pyrotechnik attackiert werden, ist absolut inakzeptabel und hat mit dem Sport und den Werten, für die wir stehen, nichts zu tun. In der Geschichte unseres Clubs ist so etwas noch nicht vorgefallen. (...)

Basketball steht für Fairness, Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander – unabhängig davon, welchen Verein Menschen unterstützen oder woher sie kommen. Unser Verein ist gegen jede Form von Gewalt und Ausgrenzung.”

Vorstand der Rostock Seawolves in einer offiziellen Stellungnahme zu den Vorfällen

Der Klub kündigte an, die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung vollumfänglich zu unterstützen. Dass der besondere Europapokal-Abend möglicherweise von Außenstehenden für Gewalt instrumentalisiert worden sei, mache die Verantwortlichen fassungslos. Abschließend betonten die Seawolves die Werte des Basketballs: Fairness, Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander – unabhängig von Vereinszugehörigkeit oder Herkunft. „Die Leidenschaft für den Sport darf niemals als Vorwand für Gewalt missbraucht werden“, heißt es in der Stellungnahme.

Autor: Zawadi Mograbi | Quellen: NDR.de, Basketball.world-news, www.seawolves.de | Fotocredit: IMAGO/ Eibner (2) | Stand der Daten: 21. Oktober 2026

Zawadi Mograbi

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