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NBA vor großer Regeländerung?

Kaum hat die Saison wieder begonnen, fallen ligaweit Spieler verletzungsbedingt aus. Als Lösung denkt Commissioner Adam Silver scheinbar über ein bekanntes System nach.

Nicolas Rulik

5. November 2026

In der NBA könnte es in Zukunft zu einer größeren Veränderung kommen. Commissioner Adam Silver zeigt sich offenbar offen für eine Verkürzung der regulären Spielzeit. Statt der bisherigen 48 Minuten könnten NBA-Partien künftig nur noch 40 Minuten dauern. Hintergrund der Überlegungen sind unter anderem die zunehmende körperliche Belastung der Spieler und die zahlreichen Verletzungen, die gerade zum Saisonstart für Diskussionen sorgen.

Aktuell besteht ein NBA-Spiel aus vier Vierteln je zwölf Minuten. Eine mögliche Reform würde diese auf jeweils zehn Minuten verkürzen. Damit würde sich die Spielzeit um insgesamt acht Minuten reduzieren. Das wäre zudem der weltweite Standard, bei FIBA-Turnieren sowie den meisten internationalen Ligen werden nur 40 Minuten gespielt. Auch in der US-amerikanischen College-Liga NCAA sind es nur zehn Minuten pro Viertel.

Ein wichtiger Grund für diese Überlegungen ist die hohe Belastung der Profis. Der ohnehin sehr intensive NBA-Spielplan mit 82 Regular Season-Spielen stellt die Spieler körperlich vor große Herausforderungen. Hinzu kommen Reisen,kurze Regenerationsphasen und die hohe Intensität der einzelnen Partien. Die zahlreichen Verletzungen zu Saisonbeginn haben die Diskussion um den Umgang mit der Belastung erneut angeheizt. So müssen unter anderem Topstars wie Anthony Edwards, Jalen Williams oder Ja Morant teilweise mehrere Monate verletzt aussetzen.

OKC-Star Jalen Williams verletzt sich schon in der ersten Woche der neuen Saison am Fuß und droht den Rest der Spielzeit zu verpassen. 

Adam Silver offen für kürzere Spiele

 

Adam Silver scheint deshalb grundsätzlich offen dafür zu sein, über Veränderungen nachzudenken. Eine kürzere Spielzeit könnte dazu beitragen, die körperliche Beanspruchung zu reduzieren und möglicherweise auch das Verletzungsrisiko zu verringern. Gleichzeitig könnte ein kompakteres Spielformat für mehr Intensität sorgen, da jedeMinute auf dem Parkett noch wertvoller wäre.

Allerdings würde eine solche Änderung auch einige Herausforderungen mit sich bringen. Weniger Spielzeit hätte beispielsweise Auswirkungen auf die Statistiken der Spieler. Punkte, Rebounds und Assists könnten insgesamt zurückgehen. Auch für die TV-Übertragungen, die Vermarktung und die langjährige Tradition der NBA wäre eine solche Reform ein großer Schritt.

Noch ist allerdings nichts entschieden. Silver hat bislang lediglich signalisiert, dass er für solche Veränderungen offenist. Eine konkrete Regeländerung oder einen festen Zeitplan gibt es derzeit nicht.

Autor: Nicolas Rulik | Quellen: spox.com, basketball-world.news| Fotocredit: Getty Images | Stand der Daten: 4. November 2026

Nicolas Rulik

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